Sago Gruppenbild mit Christof Stählin 2013
Sago Essen Sommer 2o12 in Wasungen
Sago Frühjahr 14
Sago Gruppenbild fröhliche Menschen Wasungen Frühjahrsseminar 2014
Sago 12 beim Arbeiten mit Stählin

Die Liedermacherschule SAGO

wurde 1989 vom Liedermacher Christof Stählin gegründet und bis zu seinem Tod im Jahr 2015 geleitet. Er selbst bezeichnete SAGO als „freundschaftlich verbundenen Kreis junger Künstlerinnen und Künstler, die Lieder schreiben und vortragen, sich austauschen und anregen und unter Anleitung weiterbilden. Im Vordergrund steht die Arbeit an Liedertexten, dazu kommen die Verbindung von Text und Musik, philosophische und historische Hintergründe, der Umgang mit den Kräften von Phantasie und Verstand, die mit der Herstellung dieser Künste in Verbindung stehen, die gegenseitige Korrektur und gesellige Abendrunden mit internen Konzerten.“

 

Diese inhaltlichen Zielsetzung fand eine konkrete Organisationsform, die sich in Jahrzehnten bewährt hat:

– SAGO-Seminare finden zweimal jährlich statt.

– Die acht bis zwölf Teilnehmer und die Dozenten verbringen die fünftägige Seminarzeit gemeinsam in Klausur, aus der jeder natürlich jeder ausscheren darf.

– Das Herbstseminar endet mit einem öffentlichen Abschlusskonzert.

– Die Seminarteilnehmer schreiben ein Lied zur vorgegebenen Jahresaufgabe.(Das Thema „Denkmal“ z.B. inspirierte Judith Holofernes, Bodo Wartke und Sebastian Krämer zu bekannt gewordenen Liedern.)

– An den Seminarvormittagen werden in bildlich gehaltenen Dozenten-Vorträgen zentrale ästhetische und handwerkliche Grundlagen des Liederschreibens verdeutlicht.

– In den Seminarnachmittagen werden Lieder der Teilnehmer im Plenum diskutiert, kritisiert und mit konkreten Überarbeitungsvorschlägen versehen.

– In den geselligen Abendrunden tragen die Teilnehmer ihre und/oder anderer Leute Lieder vor; Kritik findet hier nicht statt.

– Zwischen diesen Programmpunkten ist Raum für Einzelgespräche, gemeinsames Musizieren und kreatives Arbeiten.

 

Diese Seminarsstruktur blieb nach Christof Stählins Tod unverändert und wurde wie folgt ergänzt:

– Vor den morgendlichen Vorträgen gibt es sing-, sprech- und atemtechnische Praxisübungen; hier können die Teilnehmer ihre unterschiedlichen professionellen Erfahrungen einbringen und austauschen.

– Ehemalige SAGO-Teilnehmer bereichern die Seminare durch kürzere oder längere Besuche vor Ort.

– Christof Stählins Lieder finden einen prominenten Platz im Seminar-Alltag und werden gemeinsam gesungen und diskutiert.

 

SAGO-Seminare zielen auf langfristige Entwicklung ab und versprechen keine schnellen Effekte. Ihre Wirkung auf das Schreiben der Teilnehmer ist in der Regel erst nach vier Besuchen greifbar, dann aber umso intensiver.

Jenseits der Seminare versteht sich SAGO als Gemeinschaft mit regem musikalischen und persönlichem Austausch.

Weitere Informationen zur SAGO-Liedermacherschule sind auch in einem Wikipedia-Artikel zu finden.